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Haeuptling
eigener
herd
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HÄUPTLING EIGENER HERD

Das Lebensmittel
für Hirn und Wanst

Heft 41 /Dezember 2009

 Zeichnungen von Wolseley

ENTKOMMEN - Band 41 ist da

H 41

Viele leiden unter Fluchtschicksalen, nicht wenige aber auch deshalb, weil sie zwar wollten, aber nie wirklich die Kurve kratzen konnten. Dieser Häuptling ist zugegebenermaßen nicht von Familiendaddys oder Liebhaberinnen von Kaffee- kränzchen geschrieben. Die freiheitsliebende Autorenschaft machte sich lieber Gedanken, wie man dem winterlichen Menscheneintopf in den Fußgängerzonen und ineinander verknäulten Verwandten entkommen könnte, denn alle Menschenansammlungen, auch Weihnachtsabende beherbergen. Ein Häuptling mit explosiven Zutaten.

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Je lauter und heftiger die Welt rumpelt. umso großer wird das Bedürfnis nach ländlichem Frieden,einem Idyll. Der Begriff geht auf den griechischen Dichter Theokrit zurück und bedeutet ursprünglich „Hirtengedicht". Doch wo der alte Grieche ländliche Friedfertigkeit noch ungebrochen preisen konnte, haben wir modernen Menschen es schon schwerer. Ja, eigentlich geht das nur noch mit Ironie.
Deshalb wartet der .,Häuptling" Nr. 39 mit einer Spitzentruppe von Ironikern auf. Da preist beispielsweise Ror Wolf die Ruhe, und der kürzlich verstorbene Peter Rühmkorf verfasst ein literarisches Selbstporträt; der Englander Julian Barnes schildert, was geschieht, wenn ein Pedant auf Wanderschaft geht; Wiglaf Droste entlarvt idyllischen Trug.

und Vincent Klink wandelt auf Thomas Bernhards Spuren. Weiter geht's von A bis Z mit Wolfgang Abel, Brigita Bocina, Thomas C. Breuerjames Hamilton-Paterson.Anna v. Münchhausen. Gerhard Polt, Joseph von Westphalen, Erdmann Wingert und Klaus C. Zehrer.
Wiglaf Droste,Vincent Klink

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Band 37 Aberglaube und Alkohol

H 37 Cover

Eines Tage fragte ich meinen Freund, warum er immer “glaubisch” anstatt “gläubig” sagte?

Der Grund für die Verweigerung des Wortes „gläubig“ ist dieser: „Die Christen unterscheiden in Glauben und Aberglauben. Ihr eigenes Geglaube halten sie für richtig, alles andere denunzieren sie als Aberglauben. Sich selbst nennen sie analog gläubig und verurteilen die anderen als abergläubisch. Nun ist aber jeder Glaube ein Aberglaube, also sind auch die Gläubigen gläubisch. Das Wort klingt auch viel schöner, und manchen Berufschristen und Gottentotten kann man damit ganz prima zwiebeln.

Viele wunderbare Geschichten von erstklassigen Schriftstellern.
Besonders befasst sich dieser Häuptling mit der Geschichte der Orden und natürlich auch mit Klosterküche.

Abendmahl

Mit vielen Fotos von Vincent Klink. Hier das Refektorium auf der Laguneninsel San Lazzaro degli Armeni bei Venedig.